Wenn Sie ein Schwein auf einem Ihrer Höfe wären, würde es Ihnen saugut gehen?

Bevor wir Deine Frage beantworten, möchten wir noch einmal zum besseren Verständnis den Zweck der Plattform Saugut darstellen. Wir regen Bauern dazu an, sich gegenüber Konsumenten, Nachbarn und allen interessierten Menschen zu öffnen und selbst ihre Arbeit auf dem Hof und im Stall zu erklären, das sollten wir nicht nur anderen überlassen. Das heißt aber auch, dass die Saugut Bauern zur Diskussion und zum Dialog bereit sind, andere machen da nicht mit. Das wiederum bedeutet sich andere Meinungen anzuhören, und darüber auch kritisch nachzudenken. Unsere Bauern haben verschiedenste Haltungsformen, von Voll- und Teilspaltenböden bis zu Auslauf und Außenklimaställen, es gibt keine SAUGUT-Norm.

Nun zur Frage. Das 3.0 in unserem Namen bedeutet Schweinehalter der 3. Generation und wir kennen die Haltungsformen der 2. und 1. Generation auch noch, sprich unserer Väter und Großväter. Es ist zu 100% sicher, dass sich die Tierhaltung im Bezug auf Tierwohl und Tierschutz in dieser Zeit laufend weiterentwickelt und verbessert hat. Ja, wir sind der Meinung, dass es unseren Tieren heute saugut geht! Aber natürlich gibt es auf gut noch eine Steigerungsform. Und nein, es scheint auf einem Bauernhof nicht 24 Stunden die Sonne, da gibt es auch Probleme und Krankheiten, das auszublenden ist nicht in unserem Sinne.

Mit der Vermenschlichung von Tieren muss man aber vorsichtig sein, ein Schwein hat ganz andere Bedürfnisse als ein Mensch. Wir wissen, dass sich die Gesellschaft die Nutztierhaltung romantischer bzw. anders vorstellt. Diesen Wunsch können nicht wir Bauern alleine erfüllen, dafür brauchen wir 3 wichtige Partner, die Politik, den Handel und den Konsumenten. Als mündiger Konsument kann man sich aber auch schon heute die gewünschte Produktionsart seiner Lebensmittel aussuchen, es gibt eine Vielzahl von Labels am Markt und die Nachfrage wird die nötigen Impulse geben. Wir sind auf jeden Fall bereit zur Diskussion, wir möchten dass unser Berufstand eine Zukunft hat und unsere Bauern auch in Zukunft in der Lage sein werden, die heimische Bevölkerung versorgen zu können.

Wir bitten um Verständnis, dass wir bei den Antworten keine Namen mehr anführen um unsere Bauern nicht zur Zielscheibe von Aktivisten zu machen.