Saugut Steiermark

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Die Informationsplattform SAUGUT  versucht die  Lebensweise  und  Arbeit  der  steirischen Schweinebauern der Gegenwart und der Zukunft, den Partnern und den vielen zufriedenen Konsumenten näher zu bringen.

Wir sind eine Versammlung von Berufskollegen und wollen dabei helfen sachlich zu informieren und so ein neues Bewusstsein für diesen Teil der steirischen Landwirtschaft zu schaffen.

Der Titel der Initiative: SAUGUT „steirische Schweinebauern 3.0“.

Wir wollen den Menschen die Bedeutung des wertvollen Lebensmittels Fleisch und der bäuerlichen Landwirtschaft der Gegenwart insgesamt näher bringen.

Die Aufgabe des Bauern ist die Gewinnung von Nahrung. Die emotionalen Diskussionen in der Region zeigen, dass die Thematik Tierhaltung immense Aufmerksamkeit erhält. Der richtige Zeitpunkt, ein nachhaltiges Bewusstsein für die Arbeit der Bauern und ihren Beitrag zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung der Menschen zu schaffen.

Wenn den Menschen in unserem Land der Tierschutz ein Anliegen ist, müssen die heimischen Nutztierhalter, die hochqualitative und absolut sichere Lebensmittel herstellen, eine konkurrenzfähige Fleischproduktion zu kostendeckenden Preisen zugestehen. Andernfalls wird die Versorgung der heimischen Konsumenten immer mehr von Ländern mit viel geringeren Tierschutzstandarts und mit hunderten Kilometern Transporten abhängig werden.

Zitat Franz Stefan Hautzinger, Präsident der LK Burgenland

In der Folge geben wir einen kurzen Überblick über Themengebiete, über welche wir zukünftig informieren wollen:

Der Schweinebauer im 21. Jahrhundert:

Das „3.0“ im Titel der Initiative bedeutet, dass wir uns als die steirischen Schweinebauern der 3. Generation fühlen. Während unsere Großeltern in der Nachkriegszeit noch Rinder und einige Schweine auf den Betrieben hatten, welche vorwiegend zur Selbstversorgung dienten und nur die (kargen) Überschüsse verkauft wurden, haben sich unsere Eltern auf die Schweinehaltung spezialisiert. In dieser Zeit blühte die Landwirtschaft in der Südsteiermark auf und der Maisanbau etablierte sich. Aus dem armen Gebiet an der Grenze wurde eine Hochburg der Landwirtschaft und schaffte einen nachhaltigen Wohlstand für die ganze Region. Wir, als Schweinehalter der 3. Generation, haben bereits spezialisierte Betriebe übernommen, sind aber einem starken Strukturwandel ausgesetzt; seit 1970 haben 9 von 10 Betrieben aufgehört. Während vor 30 Jahren noch 27 Schilling für ein kg Schweinefleisch bezahlt wurde, bekommt der Bauer heute zwischen 1,10 und 1,30 Euro dafür. Dementsprechend wurden aber auch die Lebensmittel für den Konsumenten billiger und heute kann sich Jedermann Fleischprodukte leisten, das war nicht immer so.

Alles was wir für Tiere, Haus und Hof brauchen, bekommen wir von unseren Geschäftspartnern in der Region. Viehhandel, Landesproduktenhändler, Futtermischwerke, Maschinenhändler, Werkstätten, Baufirmen, Zimmerer, Elektriker, Installateure, Stalleinrichter, Lohndruschunternehmer, Maschinenringe, Versicherungen, Banken, Tierärzte bis zur Fleischverarbeitung, alle sie sind unsere Partner und froh das es uns gibt. Mit unserer Arbeit erhalten wir nicht nur unseren eigenen Hof sondern sichern auch noch jede Menge Beschäftigung im vor- und nachgelagerten Bereich.

Ausbildung und soziale Kompetenz der Tierhalter:

Der Beruf Landwirt ist nicht angeboren, er muss erlernt sein. Dafür steht eine Vielzahl von Ausbildungsstätten zur Verfügung. Die Schulausbildung dauert 3 bis 5 Jahre, je nach Schultyp. Um in dieser schnelllebigen Zeit auf dem laufendem zu sein Bedarf es einen ständigen Weiterbildungsprozess der für verschiedene Anforderungen sogar verpflichtet ist. Auch die soziale Tangente hat im Bauerntum eine lange Tradition, beginnend mit der Landjugend sind es viele Vereine und Organisationen die vom Engagement der Bauern profitieren. Speziell die freiwilligen Feuerwehren sind stolz auf die Bauern, die zu jeder Tageszeit bei Einsätzen mitanpacken.

Haltung und Tiergesundheit in modernen Betrieben:

Das es unseren Tieren gut geht, ist unser ureigenes Interesse. Auch wenn heutzutage viele hunderte Schweine auf einem Betrieb sind so weiß man als Bauer zu jeder Tages- und Nachtzeit wie es um seine Tiere steht. Ist ein Tier krank, wird es gepflegt und behandelt auch das steht in unserer Verantwortung als Tierhalter. Alle Teilnehmer unserer Initiative sind Mitglied beim steirischen Tiergesundheitsdienst und arbeiten somit eng mit einem Betreuungstierarzt zusammen. Es gibt heute eine Vielzahl an moderner Haltungstechniken, die uns helfen, unsere Tiere so zu halten, dass es ihnen gut geht. Es zahlt sich aus, sich das bei einem Bauern vor Ort anzuschauen.

Ackerbau, Düngung und Landschaftspflege / „die steirische Kreislaufwirtschaft“:

Typisch steirisch ist auch die Wirtschaftsweise der Schweinebauern heutzutage. Die sogenannte Kreislaufwirtschaft bedeutet sparsamen und schonenden Umgang mit Ressourcen bei der Futterherstellung. Der Maisanbau spielt dabei eine zentrale Rolle, er ist das Futter, dass den Schweinen am besten schmeckt und er ist die Pflanze, die in der Südsteiermark am besten wächst. Nebenbei „liefert“ 1 ha Mais den Jahresbedarf an Sauerstoff für 50 – 60 Menschen  bzw. recycelt den CO2 Ausstoß von 60.000 km Autofahrt. Jedoch sind die Zeiten der Mais Monokultur längst vorbei, in den steirischen Bezirken ist der Maisanteil in der Fruchtfolge auf 50% geschrumpft. Durch die neuen Fruchtfolgen werden heute auch vermehrt Hirse und verschiedene Getreidearten in der Schweinefütterung eingesetzt und damit der Speiseplan vielfältiger.

Die Schweinegülle als Grundlage der Pflanzendüngung erspart uns mehrere hundert Kilo Kunstdünger pro ha Ackerfläche, samt der Energie zur Herstellung dieser Düngemittel (das sind ca. 120 Liter Heizöl alleine für die Herstellung der Stickstoffdünger pro ha). Die Gülle ist ein organischer Volldünger, sie enthält alle Nährstoffe, die die Pflanze braucht. Der Mais kommt bei der Ernte vom Feld direkt in den Silo, dies erspart wiederum die gesamte Energie der Trocknung des Erntegutes. Diese Nachhaltigkeit schont unser Klima und bringt uns einen CO2 Fußabdruck von dem andere Lebensmittel nur träumen können, ganz zu schweigen von Importartikel aus Übersee.

Schweinefleisch in einer gesunden und ausgewogenen Ernährung:

Unser Schweinefleisch ein Lebensmittel mit sehr hoher Nährstoffdichte, d.h. bezogen auf den Energiegehalt, enthält es zahlreiche lebenswichtige Inhaltsstoffe, die der Körper mit der Nahrung aufnehmen muss: Eiweiß, Vitamine, Eisen, Zink.

Schweinefleisch ist eine besonders gute Quelle für  B-Vitamine. Gemeinsam mit reichlich Vollkornprodukte und Gemüse liefert es einen wertvollen Beitrag zu einer ausgewogenen Ernährung. Ob mageres Kotelett oder durchzogenes Bauchfleisch, jeder kann selbst wählen, ob er es lieber leicht oder doch zünftig will.

AKTUELLER Zusatz

Krisensicherheit:

Auf unseren Höfen gibt es keine Kurzarbeit unsere Arbeitsplätze sind absolut sicher und somit auch die Arbeitsplätze unserer Partner. Unsere Tiere werden 7 Tage pro Woche (inkl. Sonntag!), 365 Tage im Jahr (inkl. aller Feiertage!) von uns betreut. Wir sollten nicht den Fehler der Textilbranche machen und unsere Waren von Billiglohnländern produzieren lassen. Halten wir die Wertschöpfung bei uns im Land, bei uns in der Region.

Für nähere Informationen zur Schweineproduktion in Österreich www.rund-ums-schwein.at

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