In den Medien war in letzter Zeit viel über den viel zu hohen Fleischverbrauch von 100 kg zu hören, wie seht ihr Bauern das?

Die Frage ist eigentlich einfach und schnell zu beantworten, wenn man die statistischen Zahlen sorgfältig recherchiert und richtig auslegt. Die knapp 100 kg werden als pro Kopf Verbrauch ausgewiesen, das ist das Schlachtgewicht der einzelnen Tierkategorien in kg (abzüglich Export, zuzüglich Import), das heißt aber nicht, dass dies alles gegessen wird, da sind auch Schlachtnebenprodukte wie Blut, Borsten, Knochen usw. dabei, die zwar allesamt verwertet werden jedoch nicht vom Menschen gegessen, auch z.B. Innereien für die Tiernahrung sind da dabei. Die Menge die vom Menschen in Österreich tatsächlich gegessen wird, ist laut Statistik Austria 64,8 kg (davon 38,2 kg Schweinefleisch) – Tendenz in Österreich sinkend jedoch weltweit steigend.

Dementsprechend müsste es heißen: Es ist sehr erfreulich, dass der österreichische Konsument auf heimische Ware setzt und in Summe etwas weniger Fleisch isst, aber dafür sehr bewusst einkauft. Auch die Pfeile der Produktionsmengen zeigen nach unten, zumindest beim Schweinefleisch. Kein schlechter Trend im internationalen Vergleich mit dem auch heimische NGO´s nicht unzufrieden sein sollten.