In den USA wird in der Fleischindustrie sehr viel subventioniert, um den Markt anzutreiben und Konkurrenz auszuschalten. Wie verhält es sich hier in Österreich? Ist der Markt noch gerecht oder auch gelenkt?

Frage: In den USA wird in der Fleischindustrie sehr viel subventioniert, um den Markt anzutreiben und Konkurrenz auszuschalten. Wie verhält es sich hier in Österreich? Ist der Markt noch gerecht oder auch gelenkt?

Ich kann nur den heimischen Schweinemarkt  kommentieren, hier wurde seit jeher auf Markteingriffe durch Stützungen und Subventionierungen verzichtet. Auch gab es im Schweinefleischbereich nie eine Marktordnung, welche die Erzeugungsmengen reglementierte. In den USA hat die Schweinefleischproduktion für die Ausfuhr in andere Länder eine große Bedeutung und dementsprechend wichtig ist sie für die Exportwirtschaft. In Österreich ist es ganz anders, hierzulande wird nur das exportiert, was bei heimischen Konsumenten nicht gefragt ist. Das sind meist Nebenprodukte aber auch fettere Teilstücke. Hier ist es nicht notwendig zu Subventionieren, da bekommen unsere Exporteure gute und faire Preise. Der Export dieser Nebenprodukte hat eigentlich bewirkt, dass es beim Schlachten eines Schweines keinerlei Abfall gibt, alles wird verwertet und ist auch gefragt. Durch die zusätzlich erzielte Wertschöpfung wurden auch hierzulande gefragte Edelteile in den Regalen entsprechend billiger.